| Das Wolfsrudel |
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Nicht
überall sind Wolfsrudel gleich groß. In
Gebieten, in denen die Wölfe mächtige Beutetiere
wie Elch oder Bison
jagen, können sie bis zu 20 Tiere und mehr zählen.
Wo die Beutetiere eine mittlere Größe haben, wie z. B. Hirsch oder Wildziege, sind die Rudel in der Regel nur acht bis zehn Tiere stark. Und wo nur kleine Beutetiere wie Hase und Biber vorkommen, hält meist nur ein Paar zusammen.
Wie aber entsteht ein neues Wolfsrudel? Wie die meisten Tierkinder bleiben auch die jungen Wölfe nicht für immer bei ihren Eltern. Einige gehen schon mit zehn Monaten im ersten Winter auf Wanderschaft. Die meisten aber bleiben im Rudel, bis sie mit zwei Jahren fast ausgewachsen sind. Dann sind sie zwar noch keine geübten Jäger, aber sie haben wenigstens so viel Erfahrung gesammelt, dass sie eine Weile alleine zurechtkommen können. Immer häufiger und länger machen sie alleine oder in kleinen Gruppen Ausflüge im elterlichen Revier und manchmal auch darüber hinaus. Dann kommen sie wieder zurück und helfen bei der Aufzucht der jüngeren Geschwister. Dann, auf einmal, macht sich ein Jungwolf auf. Manchmal wandert er viele tausend Kilometer, immer in eine Richtung, so als hätte er ein bestimmtes Ziel.
Meist aber ist etwas anderes im Spiel: Lange schon hat der Wanderer bei jeder Gelegenheit sein einsames Heulen verlauten lassen, hat überall als Duftmarken Urinspritzer abgesetzt, hat selbst nach Wolfstönen gehorcht und nach Wolfsgeruch gesucht. Dann, eines Nachts, bekommt der Wolf Antwort auf sein Heulen und sichtet die Spuren eines anderen Wolfes. Aufregende Zeiten beginnen. Er nimmt den Geruch einer Wölfin auf. Nur langsam kommt es zu einer Annäherung von Wolf und Wölfin. Der Rüde ist dabei der aufdringlichere, die Wölfin die scheuere von beiden. Doch bald laufen beide nur noch zusammen. Sie erkunden ihr neues Revier, flüchten gemeinsam vor Gefahren, jagen zusammen.
Quelle: http://www.zooplus.de |